Verantwoord kalvertransport

Unser Ziel

Gemeinsam mit unseren Stakeholdern legen wir großen Wert darauf, dass die Kälber mit Sorgfalt und Aufmerksamkeit behandelt werden. Dieser Grundsatz gilt vor allem, wenn sie über eine größere Entfernung transportiert werden. Wir verlangen das auch von unseren Transporteuren. Der Transport muss auf verantwortungsvolle Weise erfolgen.

Die EU-Normen enthalten strenge Vorgaben für Langstreckentransporte. Im Mittelpunkt steht dabei die Aufmerksamkeit für die Jungtiere. Die Vorgaben regeln die Transportdauer und Ruhezeiten, die Beladungsdichte sowie die Qualität des Transportmittels. Die Kälber müssen mindestens 14 Tage alt sein und eine Gesundheitserklärung eines Tierarztes haben, wenn sie über eine größere Distanz transportiert werden sollen.

Unsere Arbeitsweise

Comfort Class

Viele unserer Kälber werden in Comfort-Class-Lastwagen transportiert. Diese Fahrzeuge sind modern und verfügen über eine Klimaanlage, die nach den Bedürfnissen der Jungtiere eingestellt werden kann. Da die Fahrzeuge geschlossen sind, gibt es keine Zugluft von außen. Die Fahrzeuge haben eine gute Innenbeleuchtung, sodass die Kälber einander sehen können. Auf dem Boden liegt Stroh, und die Kälber können während der Fahrt trinken. 

Forschung

Die Kälbermastbranche leistet viel Forschungsarbeit, um Möglichkeiten zur Verbesserung von Langstreckentransporten zu finden. Gemeinsam mit dem niederländischen Branchenverband SBK (Stichting Brancheorganisatie Kalversector), anderen Unternehmen dieser Branche und der Universität Wageningen führen wir die Studie „Vitales und gesundes Kalb“ durch. 

Im Rahmen dieser Studie testen wir unterschiedliche Transportbedingungen. Wir untersuchen dabei das natürliche Verhalten und die Haltung eines Kalbs während des Transports und auch, wie sich ein Kalb nach einem Transport möglichst gut erholen kann.  

Überwachung

Bei Langstreckentransporten besteht immer ein gewisses Risiko, dass sich Tierkrankheiten verbreiten können. Die Kälbermastbranche hat sich daher voll und ganz auf die Risikobeherrschung eingestellt. Zu diesem Zweck wurde 1990 die SKV gegründet. SKV steht für Stichting Kwaliteitsgarantie Vleeskalversector (Stiftung Qualitätsgarantie der Fleischkälberbranche). Die SKV (link naar website SKV) ist eine unabhängige, akkreditierte Stiftung. Über diese Stiftung wurde ein Qualitätssystem eingerichtet, mit dem importierte Kälber über den gesamten Transport zurückverfolgt werden können: das GTSKV-System (Garantiesysteem Tracering SKV Vleeskalveren). Die Rückverfolgung in allen Phasen des Transports ist unter anderem beim Ausbruch einer ansteckenden Tierseuche von größter Bedeutung.

Das GTSKV-System sichert die Einhaltung diverser strikter Vorgaben. Beispielsweise dürfen in einem Transportmittel nur Kälber aus einem einzigen Geburtsland transportiert werden, es gibt Vorgaben für die Hygiene der Transportmittel, die Quarantänezeiten im Kälbermastbetrieb, die Anforderungen an das Tierwohl in Sammelzentren und für Voranmeldungen von Transportbewegungen. Die Kälber werden bei dem niederländischen Kälbermastbetrieb sofort nach dem Import langfristig in Quarantäne gehalten. Sind die Vorgaben des GTSKV-Systems nicht eingehalten worden, können Bußgelder verhängt werden. 

Die SKV überwacht kontinuierlich die diversen Entwicklungen in den EU-Mitgliedstaaten. Den niederländischen Produktionsketten können Präventivmaßnahmen auferlegt werden, wenn sich herausstellt, dass in bestimmten Regionen das Risiko einer Tierseuche besteht. Von dort dürfen Kälber dann nur noch begrenzt (über Kanalisationsregeln) oder gar nicht mehr importiert werden. Im letztgenannten Fall spricht die SKV ein Importverbot aus. 

Immer mehr Kälber aus der direkten Umgebung

Schon seit Jahren sinkt die Zahl der Kälber, die die Branche aus weiter entfernten osteuropäischen Staaten bezieht. Aus den Zahlen des Rijksdienst voor Ondernemend Nederland (RVO) ergibt sich Folgendes: 

 

Herkunftsland der importierten KälberDifferenz 2012 – 2017 bezüglich der Zahl der Kälber, die aus dem betreffenden Staat importiert wurden:
Estland- 39,2 %
Litauen- 81,2 %
Lettland- 31,1 %
Polen- 98 %
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