Unsere Lieferkette im Bild: Zusammenhang mit der Milchviehhaltung

In professioneller Form existiert die Kälbermastbranche seit Anfang der sechziger Jahre des letzten Jahrhunderts. Sie hat ihren Ursprung in der Milchviehhaltung.


Nach dem zweiten Weltkrieg wollte Europa nie wieder Hunger erleiden; die europäische Agrarpolitik zielte deswegen aufeine Produktionssteigerung. Bis dahin hatten die Landwirte oft einen Mischbetrieb, der von allem ein wenig produzierte. Sie hatten einige Kühe, einige Schweine, etwas Getreide und einen Gemüsegarten. Allerdings fand in der Lebensmittelbranche ein intensiver Expansionsprozess statt. Mit dem Wachstum der Nachkriegsbevölkerung stiegder Lebensmittelbedarf stark an. Die landwirtschaftlichen Viehzuchtbetriebe wurden größer und spezialisierten sich, die Milch- und Käsefabriken wuchsen, die Verbrauchernachfrage stieg. 

Wo es Kühe gibt, gibt es auch Kälber, denn eine Kuh gibt nur Milch, nachdem sie schwanger war. Einen Teil der geborenen Kälber behält der Landwirt als Ersatz und zur Erweiterung seines Milchviehbestands. Die anderen Kälber kommen, wenn sie mindestens 14 Tage alt sind, zu den Kälbermastbetrieben. Dies sind vor allem die Bullenkälber. In den Kälbermastbetrieben leben die Kälber in tierfreundlicher Gruppenhaltung. Die Geburt von Kälbern hängt also mit dem Verzehr von Milch, Butter und Käse zusammen.