27-03-2019

VanDrie Group im Gespräch mit: Hans Hoogeveen

Hans Hoogeveen – Botschafter, ständiger Vertreter des Königreichs der Niederlande bei den UN-Organisationen in Rom (FAO, WFP und IFAD) – gab ein Interview in unserem Bericht über unternehmerische Gesellschaftsverantwortung.


WIE SEHEN DIE MÖGLICHKEITEN DER ZUSAMMENARBEIT ZWISCHEN INTERNATIONALEN BEHÖRDEN UND DER INDUSTRIE AUS?

„Wenn wir die Sustainable Development Goals bis 2030 erreichen wollen und Lösungen für die globalen Lebensmittelprobleme finden möchten, müssen wir viel enger mit der Industrie kooperieren. Nationale und internationale Behörden können Ziele vorgeben; Wissen und Erfahrung liefert letztendlich jedoch die Industrie. Es gilt zu untersuchen, welche Unterstützung wir Entwicklungsländern beim Aufbau einer guten Produktionskette bieten können.

Investitionen in die Landwirtschaftsentwicklung in Afrika und Teilen von Asien sind wichtiger denn je. Zahlen von letztem Jahr besagen, dass seit 2015 40 Millionen Menschen mehr in Armutleben. Der Welternährungsorganisation (FAO) zufolge werden zwei Prozent dieser 40 Millionen Menschen migrieren, wenn wir nicht kräftig in die landwirtschaftliche Entwicklung investieren. Das lokale Lebensmittelsystem muss gestärkt werden, denn die Einfuhr europäischer Produkte ist auf die Dauer unmöglich und viel zu kostspielig.“

BETRACHTET MAN DIE SOZIALE, ÖKOLOGISCHE UND WIRTSCHAFTLICHE EINFLUSSNAHME: WO SOLLTE DIE VANDRIE GROUP SICH IHRER MEINUNG NACH PROFILIEREN?

„Die Niederlande sind aus Schaden klug geworden und haben enorme Erfahrung und Wissen auf dem Gebiet der umwelt- und klimafreundlichen Produktion gesammelt. Während in vielen Entwicklungsländern Bäume gefällt werden, um Tiere grasen zu lassen, haben wir Technologien entwickelt, die es uns ermöglichen, auf gleicher Fläche umweltfreundlich und mit höherem Ertrag zu produzieren. In diesem Sinne können Unternehmen wie die VanDrie Group – und auch Wissenseinrichtungen wie Wageningen University & Research – einen Mehrwert bieten. Durch Einsatz dieser Kenntnisse in Afrika wird weniger Landwirtschaftsfläche benötigt und das Waldmanagement kann verbessert werden. Der gesellschaftliche Aspekt reicht allerdings weiter als die Agrarproduktion; es betrifft die komplette Kette. In den Niederlanden wurde eine enorme Antibiotika-Reduzierung erreicht. Staatliche Organe, aber auch die Industrie, haben einschneidende Maßnahmen zur Realisierung dieses Ziels getroffen. Eine vergleichbare Vorgehensweise im Ausland benötigt einen Kettenregisseur wie die VanDrie Group.

Die VanDrie Group zeichnet sich dadurch aus, dass sie nicht nur auf die Produktion fixiert ist und könnte daher in solchen Ländern eine Führungsrolle übernehmen. Sobald die Produktion dort gut läuft und ein besserer Marktzugang entsteht, wird die ganze Wertschöpfungskette in diesen Ländern zahllose Arbeitsstellen generieren. Das wird letztendlich auch der Migration entgegenwirken.“ 

Lesen Sie das gesamte Interview hier. 



  • Diese Website verwendet Cookies
  • Verstecke diese Benachrichtigung